Was ist das Dojournal?

Als Vorbild für das Dojournal dient das Sanmyaku. Das Dojournal ist das Informations- Heft vom BND unter der Leitung von Armin Dörfler. Es enthält Übersetzungen von Armin Dörfler, Berichte von Lehrgängen und Adressen von Dojo`s. In dieser Homepage natürlich nur die Übersetzungen von Armin Dörfler.

Kenzen oder der Krieger, der kämpft ohne zu kämpfen.

Kenze - Schwert und Zen sind eins.

Es gibt viele Gemeinsamkeiten. Beide verbieten totale Bindung an Dinge. Also freier Geist, keine Kata, Nicht-Denken. nicht die Form, sondern die Formlosigkeit ist entscheidend.

Wie alle Lehrer so sind auch ihre Techniken fähig zur Wandlung in dem vom Bujin definierten Sinn. Die Taten dieser Suche sind als Leitbilder aufzufassen, die jedem Schüler eine Hilfe geben, auf seiner Suche der inneren und äußeren Meisterschaft seines Lebens. Nur durch ein gemeinsames Tun mit Gleichgesinnten kann dieses tatsächlich gelingen, jedoch letztendlich liegt es an jedem einzelnen. Wie bekannt, lehrt uns das Prinzip „alles ist eins“, aber jeder muß sich täglich dafür bemühen. Durch diese Angelegenheiten des Einzelnen wird eine Beeinflussung durch andere oder ein Spiegelbild dieser vermieden. Dieses Wissenhafte ist so gewaltig, dass es übergehend in das Zen-Prinzip mit intellektuellem Verständnis niemals zu fassen sein wird.

Bujin Budo Taijutsu wird alle, die keine Erfahrung damit besitzen, verwirren und solche, die nur den Kampfsport sehen, zu einem Lachen zwingen, sowie dem unverbesserlichen Gewinnsüchtler (Gürteljäger, Titeljäger) ein Gefühl der Verachtung geben. Was wir immer von Soke Hatsumi hören, ist „Bujin(kan) ist eine Kriegskunst“, wobei er hier gleich betont, dass er mit Krieg in der heutigen Zeit den täglichen Kampf des Bemühens meint. Sich zu verwirklichen und andere zu erkennen und neue Menschen kennen zulernen und zu dienen ohne des Dankes willen.

„Bu“ steht im Japanischen für „Kampf, Überleben“, „jin“ für Mensch. Was die Krieger oder den Kampf angeht, so ist diese Tätigkeit (die Tradition) im Ehrenkodex des ritterlichen Samurai zu finden. Aus dieser Essenz heraus wurden die allumfassenden Lehren des menschlichen Verhaltens gebildet. Dieses muss immer als Lehre verstanden werden, welche die Menschen bildet, die ihr ganzes Wesen in Einklang bringen und nicht zum Ziel des Sieges und Kampfes wegen. Das bedeutet anderen Menschen Achtung und Aufmerksamkeit entgegenzubringen, was Gerechtigkeit mit einschließt. Denn das, was im Kampf(sport) des Westensverdrängt wurde, ist die Komponente des Bewahrens eines friedlichen Menschen.

Das ist das wahre Bujinkan.

Im heutigen westlichen Gedankengut der Gesellschaft wiederholen sich, wenn auch in anderer Art, Kämpfe im menschlichen Bereich, die das Klima auf die Kampfkünste negativ auswirken lassen (mit gleichzeitiger Vernichtung derselben). Wenn Hatsumi Soke damit den Zweck verfolgt, dass die Harmonie der zwischenmenschlichen Beziehung und der universelle Frieden verbessert werden, wird das Bujin seiner Kampfkunst der Lehre des Kriegers trotzdem gerecht und nicht zerstört.

In diesem Bereich, wo der Angreifer nicht mehr vernichtet, sondern nur das Schwert gestoppt wird, beginnt das Kenzen. Denn durch Lernen von Angriffstechniken wird der Minus-Pol der Vernichtung auf der Suche der Verwirklichung des Schülers gebildet. Um es in den Elementen auszudrücken: Sei wie das Wasser und der Wind, die Erde und das Feuer, stehe fest im Leben, gib auch nach, aber mit Erfahrung im dem Bewusstsein, jederzeit zu kontern. Wechsle deinen Standpunkt, denn nur Erfahrung im Leben gibt dir ein besseres Verständnis gegenüber den Menschen, negativ wie positiv. Das wahre Bujin ist also im Menschen selbst zu finden.

Kampfkunst ist eine menschliche Tätigkeit, die sich in drei Gliedern darstellen lässt. Shin Tai Waza: Geist/Herz, Körper und Technik. Durch dieses werden die Techniken zu höherem Nutzen verwandt, zum Bemühen, Eintracht und Frieden des Menschen sowie aller Lebewesen zu schaffen. Darum wird Bujinkan Budo als allumfassende Disziplin gelehrt und geht über ein rein körperliches Training (Sport) hinaus. Denn die körperlichen Möglichkeiten wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit sind nur ein kleiner Teil, der nützlich ist. Hatsumi Soke sagt, ca. 2 %. Darum die Formel üben, üben, üben. Körperlich sowie geistig, wobei keines von beidem überwiegen darf, die richtige Balance ist entscheidend. Die Balance von In + Yo (Yin + Yang).

Das Licht lebt durch die Dunkelheit, aus „Sandokai“ von Sekito Zenji

Unsere Dojo Essenz:
Kenzen - Schwert und Zen sind eins.

Hier der Link zur Schwesterseite www.kenzen.de